Der Waldkindergarten
Immendingen ist so schön zwischen Wiesen und Wäldern gelegen, dass es nur Sinn macht, die Natur schon in Kindertagen zu genießen, sich in ihr Zuhause und geborgen zu fühlen. Wir laden alle Kinder und deren Eltern ein, mit uns ein Abenteuer Natur zu erleben.

Ausrüstung
Was die Erzieher in ihrem Rucksack und Bollerwagen dabeihaben:
- Notrufhandy
- Telefonliste der Eltern, des Försters, Träger
- Erste-Hilfe-Ausrüstung
- Wasser
- Seife
- Handtuch
- Schaufel
- Müllbeutel
- Toilettenpapier
Unsere Waldtoilette
In unserem
Waldwagen befindet sich in einem abgetrennten Raum eine kleine Campingtoilette,
die laut Vorschrift gewartet und gereinigt wird. Jedes Kind wird angeleitet und gegebenenfalls bei der Verrichtung der Notdurft unterstützt. Ein Waschbecken
ermöglicht das sofortige Händewaschen. Diese Toilette wird auf dem Bollerwagen
überall mitgeführt, wenn an die Waldplätze gegangen wird. Das Fachpersonal
führt immer Wasser und Seife zum Händereinigen mit. Jedes Kind hat ein eigenes
Handtuch im Rucksack, welches von den Eltern regelmäßig gewaschen wird. Das
Wasser können wir direkt am Kindergartenwagen auffüllen, da wir einen
Wasseranschluss haben.
Kleidung und Essen im Wald
"Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung" ist eine Redewendung, die für den Waldkindergarten im Besonderen zutrifft. Kinder, die den Waldkindergarten besuchen, benötigen eine etwas andere Kleidung, denn nur wer richtig angezogen ist, wird draußen Spaß haben und sich bei jedem Wetter wohlfühlen. Die Kleidung sollte robust, zweckmäßig und der Jahreszeit angepasst sein. Neue Eltern werden von den Erziehern darüber aufgeklärt, welche Kleidung, sowie welches Essen für den Waldkindergarten geeignet ist. Grundsätzlich gilt:
Kleidung
- Die Kinder müssen der Jahreszeit entsprechend gekleidet sein. Regenjacke und Regenhose ist im Zweifel mit in den Rucksack zu packen.
- Zum Schutz vor Zecken und Insektenstichen empfiehlt es sich, lange, helle Hosen zu tragen. Die Hosen sollten in die Socken gesteckt werden.
- Da es morgens im Wald noch etwas "tauffrisch" ist, sollten die Kinder im Zwiebellook gekleidet kommen, sodass sie sich später von einer Jacke oder einem langärmligen T-Shirt erleichtern können. Dasselbe gilt für die Kleidung im Winter.
- Mützen und Hüte sind unerlässlich. Zum Schutz vor Sonnenbrand werden die Eltern gebeten, die Kinder schon Zuhause im Gesicht und an den Armen mit Sonnenschutzmittel einzureiben. Das Sonnenschutzmittel sollte dann in den Rucksack gepackt werden, damit im Wald bei Bedarf nachgecremt werden kann.
- Im Winter ist auf wasserundurchlässige Kleidung zu achten.
Essen
- Es ist sehr wichtig, dass das Fachpersonal über bestehende oder in der Kindergartenzeit entwickelnde Allergien informiert sind (z.B. Lactoseintoleranz, Nuss-, Wespen- oder Bienenallergien, usw.)
- Für eine gesunde Entwicklung der Kinder ist eine biologische, vollwertige Ernährung sinnvoll.
- Aufgrund der Gefahr, Wespen, Bienen und Ameisen anzulocken, sollten die Eltern auf Süßspeisen und Süßgetränke als Vesper verzichten. Als Getränke im Sommer wird daher Wasser/Mineralwasser oder ungesüßter Tee empfohlen, im Winter warme Getränke, wie zum Beispiel Tee.
- Auf Löffelspeisen sollte verzichtet werden, da die Folge davon oftmals verschmierte Gesichter, Kleidung oder Rucksäcke sind.

Tagesablauf
07:30 - 07:45 Uhr
erste Bringzeit (7:45 Uhr gehen wir los)
Die Kinder werden von den Eltern an die Bumbishütte gebracht und verabschieden sich dort von ihnen. Anschließend gehen die Erzieher mit den Kindern zum Waldwagen, bereiten den Bollerwagen für den Tag vor und kehren zur Bumbishütte zurück, um die Kinder zu begrüßen, die zur zweiten Bringzeit gebracht werden.
08:30 - 08:45 Uhr
zweite Bringzeit (8:45 Uhr gehen wir los)
Nach der zweiten Bringzeit wird darüber beraten und abgestimmt, welcher Waldplatz an diesem Tag besucht werden soll. Dann ziehen die Kinder gemeinsam mit ihren Erziehern dahin los.
Bis ca. 09:00- 09:15 Uhr
Nach Ankommen in einem der bekannten Waldplätze begrüßt sich die Gruppe im Morgenkreis, vorzugsweise mit einem Begrüßungslied. Dabei wird auch die Anwesenheitsliste erstellt Hierbei können auch Wochentage, Jahreszeiten, Temperaturen oder Wetter thematisiert werden, unterstützt mit Finger- und Kreisspielen. Der Morgenkreis bietet ebenfalls Raum für Sachgespräche, Philosophieren, Austausch und Erarbeiten andere Themen, partizipiert nach Interessen und Bedürfnissen der Kinder.
ca. 09:45 Uhr
Nach dem Händewaschen findet das gemeinsame Vesper statt.
ca. 10:15 – 12:45 Uhr
Nach der Stärkung beginnt das Freispiel. Die Grenzen im Wald werden erläutert und die Kinder suchen sich aus, womit sie sich beschäftigen wollen. Ob Schnitzen, Rollenspiele, Klettern oder Forschen, in diesem Zeitrahmen sind der Kreativität und dem Forscherdrang keine Grenzen gesetzt. Parallel können hier auch gezielte Angebote oder Projekteinheiten stattfinden. Ebenso bietet das Freispiel die Möglichkeit, gezielte Beobachtungen und/oder kleine, gezielte Fördermaßnahmen durchzuführen.
Ein Schwerpunkt unserer Waldpädagogik ist die Wegpädagogik. Dies bedeutet, dass wir uns als Gruppe auf den Weg machen, dort den Lebensraum Wald sinnlich erfahren, die Jahreszeiten bewusst erleben, neues Wissen aneignen und Ideen und Themen mit den Kindern sammeln, was thematisch in den Sachgesprächen und Angeboten vertieft wird. Kinder haben die Gelegenheit, Entdeckungen zu machen und ihrer Sammelleidenschaft nachzugehen. Gleichzeitig fördert die Wegpädagogik auch durch unwegsame Wege der Koordination, Ausdauer und die Gesundheit der Kinder.
ca. 12:45 Uhr
Mit einem Signal oder Lied erkennen die Kinder das Ende des Freispiels, beginnen mit dem Aufräumen und beenden schließlich die Freispielzeit in einem Sitzkreis. Jedes Kind kann von seinen Erlebnissen berichten und die anderen daran teilhaben lassen. Die Erzieher können jedes Kind an ihren Beobachtungen teilhaben lassen und dessen Selbstwertgefühl stärken: "Ich habe gesehen, dass…". Die Gruppe verabschiedet sich vom Waldplatz und wandert zurück zur Bumbishütte, wo die Kinder von 13.00 Uhr bis 13.30 Uhr abgeholt werden. Nun können sich Eltern und Erzieher in kleinen "Wald- und Wiesengesprächen" austauschen.
Rahmenbedingungen
Der Waldkindergarten bietet Platz für 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in der verlängerten Öffnungszeit. Diese werden von geschultem Fachpersonal betreut, begleitet und unterstützt. Der Personalschlüssel für den Waldkindergarten in Immendingen beträgt 2,7 Stellen. Das Gelände auf dem Bumbis bietet verschiedene festgelegte Orte, an denen sich die Gruppe meist unter freiem Himmel aufhält. Der Wald bietet das Dach. Bei sehr schlechten Wetterbedingungen oder zu kalten Temperaturen bietet der Aufenthaltswagen ein geschütztes Domizil. Bei Unwetterwarnungen kann die Waldgruppe auf die Kindertagesstätte "Im Donaupark" als Notunterbringungsmöglichkeit zurückgreifen, um niemanden einer Gefahr auszusetzten.

